Der Sommer steht für Spielen im Freien, Tage am Strand und gemeinsame Familienzeit. Sonnenlicht tut gut – doch die Haut von Kindern ist besonders empfindlich und benötigt einen zuverlässigen Schutz. Schon mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko für Sonnenbrand deutlich verringern, sodass Aktivitäten im Freien unbeschwert genossen werden können. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Kinder wirksam vor UV-Strahlen schützen und worauf Sie während der gesamten Sommerzeit achten sollten.

Inhalt
Warum Kinderhaut besonders empfindlich auf Sonne reagiert
Die Haut von Kindern ist dünner und enthält weniger Melanin – jenes natürliche Pigment, das die Haut vor Sonneneinstrahlung schützt. Deshalb reagiert sie empfindlicher auf UV-Strahlen und bekommt schneller einen Sonnenbrand.
Sonnenbrände in den ersten Lebensjahren sind nicht nur vorübergehend unangenehm. Verschiedene Studien zeigen, dass intensive und wiederholte Sonnenexposition in der Kindheit das Risiko für Hauterkrankungen im Erwachsenenalter erhöhen kann.
Die Haut von Anfang an zu schützen bedeutet daher, in die Gesundheit der Zukunft zu investieren.
Wann UV-Strahlung gemieden werden sollte
Die Intensität der Sonnenstrahlen ist im Tagesverlauf unterschiedlich.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11:00 und 16:00 Uhr möglichst zu vermeiden, da die UV-Strahlung in diesem Zeitraum am stärksten ist.
Wenn möglich, sollten Sie in den Mittagsstunden:
- Aktivitäten in Innenräumen bevorzugen;
- sich an schattigen Orten aufhalten;
- eine Pause von der Sonne einlegen, besonders an sehr heißen Tagen.
Wer Aktivitäten im Freien auf den Vormittag oder den späten Nachmittag verlegt, kann das Risiko für Sonnenbrand deutlich reduzieren, ohne auf den Spaß im Freien verzichten zu müssen.
Die richtige Sonnencreme für Kinder auswählen
Sonnencreme gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um die Haut zu schützen. Entscheidend ist jedoch, ein Produkt zu wählen, das dem Alter des Kindes entspricht.
Für Kinder empfiehlt sich:
- ein Lichtschutzfaktor (LSF) 50 oder 50+;
- Breitbandschutz gegen UVA- und UVB-Strahlen;
- spezielle Formulierungen für empfindliche Haut;
- wasserfeste Produkte, insbesondere für Tage am Meer oder im Schwimmbad.
Sonnencreme ermöglicht keine unbegrenzte Sonnenexposition, trägt jedoch bei richtiger Anwendung dazu bei, die durch UV-Strahlen verursachten Hautschäden zu reduzieren.
Hut, Sonnenbrille und Kleidung: unverzichtbare Begleiter
Ein wirksamer Sonnenschutz besteht nicht nur aus Sonnencreme. Auch die richtige Kleidung spielt eine wichtige Rolle.
Zum Schutz Ihres Kindes empfehlen sich:
- breitkrempige Hüte, die Gesicht, Ohren und Nacken bedecken;
- Sonnenbrillen mit zertifiziertem UV-Schutz;
- leichte, aber möglichst bedeckende Kleidung;
- Kleidungsstücke aus atmungsaktiven Materialien.
Am Strand bietet ein UV-Schutzshirt zusätzlichen Schutz – sowohl beim Spielen im Wasser als auch im Sand.
Kinder unter einem Jahr
In den ersten Lebensmonaten ist die Haut besonders empfindlich.
Kinder unter einem Jahr sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Bei Ausflügen ist es ratsam, sie stets im Schatten zu halten, beispielsweise mit einem Kinderwagenverdeck, einem Sonnenschirm oder anderen geeigneten Schutzmöglichkeiten.
Auch im Schatten sollte darauf geachtet werden, übermäßige Hitze zu vermeiden und die Körpertemperatur des Kindes im Blick zu behalten.
Sonnencreme richtig auftragen
Für einen wirksamen Schutz reicht die Wahl des richtigen Produkts allein nicht aus – entscheidend ist auch die richtige Anwendung.
Empfohlen wird:
- die Sonnencreme etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufzutragen;
- sie gleichmäßig auf allen unbedeckten Hautstellen zu verteilen;
- Ohren, Nacken, Füße und Handrücken nicht zu vergessen;
- die Anwendung alle zwei Stunden zu wiederholen;
- nach jedem Baden sowie bei starkem Schwitzen erneut einzucremen.
Eine zu geringe Menge Sonnencreme vermindert den Schutz deutlich.
Auch im Schatten ist Vorsicht geboten
Viele gehen davon aus, dass unter einem Sonnenschirm kein Risiko durch UV-Strahlen besteht.
Tatsächlich wird ein Teil der UV-Strahlung von Oberflächen wie Sand, Wasser oder sogar Beton reflektiert und erreicht dadurch dennoch die Haut.
Deshalb sollte auch im Schatten nicht auf Sonnencreme verzichtet werden.
Flüssigkeitszufuhr und Hitze: eine wichtige Kombination
Im Sommer verlieren Kinder durch das Schwitzen schneller Flüssigkeit.
Damit sie ausreichend hydriert bleiben, ist es wichtig:
- regelmäßig Wasser anzubieten – auch wenn kein Durst besteht;
- wasserreiches Obst wie Wassermelone, Melone oder Pfirsiche anzubieten;
- intensive körperliche Aktivitäten während der heißesten Tagesstunden zu vermeiden.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt das Wohlbefinden des Körpers und hilft dabei, hohe Temperaturen besser zu verkraften.
Häufige Fehler vermeiden
Selbst mit den besten Absichten können Fehler passieren, die den Sonnenschutz beeinträchtigen.
Zu den häufigsten zählen:
- zu glauben, dass einmaliges Eincremen für den ganzen Tag ausreicht;
- Kinder während der Mittagsstunden der Sonne auszusetzen;
- Kopf, Augen und Nacken nicht ausreichend zu schützen;
- anzunehmen, dass Wolken UV-Strahlen vollständig abhalten;
- auf Sonnencreme zu verzichten, weil das Kind bereits gebräunt ist.
Schon wenige einfache Gewohnheiten im Alltag helfen, das Risiko für Sonnenbrand deutlich zu verringern.
Die Haut von Kindern schützen: Vorsorge von Anfang an
Kinder vor der Sonne zu schützen bedeutet, einfache Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren, die langfristig einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten. Eine geeignete Sonnencreme, das Meiden der heißesten Tagesstunden, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie Hut, Sonnenbrille und schützende Kleidung sind kleine Maßnahmen mit großer Wirkung.
Vorbeugung beginnt bereits im Kindesalter. Kindern den richtigen Umgang mit der Sonne zu vermitteln, fördert ein bewusstes Gesundheitsverhalten und trägt dazu bei, ihre Haut auch langfristig zu schützen. Bei Fragen zur Auswahl geeigneter Produkte oder zum richtigen Sonnenschutz berät Sie Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker gerne individuell – abgestimmt auf Alter und Bedürfnisse Ihres Kindes.
